KI Führerschein Lehrkräfte

Was man bei der Anwendung unbedingt beachten muss

Chatverlauf mit ChatGPT vom 07.09.2025

Ich: Liebe KI, wann hast du schlechte Tage?

ChatGPT: Das ist eine schöne Frage 🙂 Ich selbst habe keine Tage wie ein Mensch, also auch keine „schlechten“ im eigentlichen Sinn. Aber manchmal könnte es für dich so wirken, als hätte ich einen schlechten Tag – zum Beispiel wenn:


• Meine Informationen veraltet sind (ich weiß nur, was mir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt beigebracht wurde, außer ich schaue aktiv nach).

• Technische Einschränkungen oder Missverständnisse auftreten, sodass ich deine Frage nicht gleich so beantworte, wie du es dir wünschst.

• Meine Antworten unklar, zu trocken oder nicht hilfreich wirken – das fühlt sich dann für dich vielleicht wie ein „schlechter Tag“ bei mir an. In Wirklichkeit hängt meine Leistung also eher von Daten, Formulierungen und Technik ab – nicht von Laune. Möchtest du, dass ich dir erkläre, wie du erkennst, ob ich gerade in einer „guten Verfassung“ für deine Fragen bin?


Ich: Ja, bitte.

ChatGPT: Super 🙂 Dann gebe ich dir ein paar Hinweise, wie du erkennen kannst, ob ich gerade in einer „guten Verfassung“ für deine Fragen bin: 1. Klarheit und Relevanz der Antwort – Wenn meine Antwort direkt auf deine Frage eingeht, verständlich ist und nicht viel drumherum redet, kannst du davon ausgehen, dass es gut läuft. 2. Tiefe statt Oberflächlichkeit – Wenn ich dir nicht nur kurze, allgemeine Infos gebe, sondern auch Beispiele, Vergleiche oder verschiedene Blickwinkel, dann „funktioniere“ ich gerade gut. 3. Erkennbare Struktur – Eine gute Antwort erkennst du daran, dass sie geordnet wirkt: Absätze, Aufzählungen, logische Abfolge. 4. Selbstkorrektur – Wenn ich merke, dass ich mich unklar ausdrücke oder nachhaken muss, ist das ein Zeichen, dass ich aufmerksam bin. 5. Dialogbereitschaft – Wenn ich Rückfragen stelle, um sicherzugehen, dass ich dich richtig verstehe, ist das auch ein gutes Zeichen. 👉 Umgekehrt kannst du „schlechte Tage“ bei mir daran erkennen, dass ich nur vage bleibe, mich wiederhole oder an deiner Frage vorbeirede. Das heißt dann aber nicht, dass ich wirklich „schlecht drauf“ bin – sondern dass ich mehr Kontext oder eine andere Formulierung von dir brauche.

Dieser Chatverlauf zeigt zentrale Punkte für den sinnvollen Einsatz von KI im Unterricht: KI hat keine Emotionen – ihre Leistung hängt nicht von „Stimmungen“ ab, sondern von der Datenlage, der Formulierung und der Technik. Lehrkräfte sollten dies den Schüler*innen vermitteln, um Missverständnisse zu vermeiden.

KI kann zudem ungenaue oder veraltete Informationen liefern, etwa weil die Trainingsdaten nur bis 2024 reichen. Die Schüler*innen sollten daher angeleitet werden, Ergebnisse kritisch zu prüfen und aktuelle Quellen einzubeziehen. Wichtig ist auch, dass KI keine dauerhafte Erinnerung hat: Jede Interaktion basiert ausschließlich auf den aktuellen Eingaben, sie „lernt“ also nicht wie ein Mensch.

Lehrkräfte können die Qualität von KI-Antworten anhand von Kriterien wie Klarheit, Tiefe, Struktur, Selbstkorrektur und Dialogbereitschaft vermitteln. So lernen Schüler*innen, gute Fragen (Prompts) zu formulieren und Antworten kritisch zu bewerten.

Pädagogisch betrachtet bleibt KI ein Werkzeug zur Unterstützung, nicht als Ersatz. Der Einsatz sollte immer begleitet werden, Reflexion gefördert und darauf geachtet werden, dass Schüler*innen ihre eigenen Kompetenzen entwickeln, statt sie vollständig an die KI zu delegieren.