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Warum wir über Deepfakes sprechen müssen

Unter Deepfakes versteht man manipulierte Audiodateien, Bildaufnahmen und Videos, die täuschend echt wirken, aber mit Hilfe von KI manipuliert wurden.

Deepfakes können durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) schnell erstellt und weit verbreitet werden. Das große Risiko besteht darin, dass Deepfakes so realistisch wirken, dass sie von vielen Menschen als echte Aufnahmen oder Fakten angesehen werden. Dadurch können sie gezielt zur Manipulation, zur Verbreitung von Falschinformationen oder zur Denunziation von Personen eingesetzt werden. Im schlimmsten Fall gefährden sie das Vertrauen in Medien und Institutionen und können somit die freiheitlich-demokratische Grundordnung untergraben.

Da inzwischen nahezu jede Person mit frei verfügbaren KI-Tools Deepfakes herstellen und verbreiten kann, steigt die Verantwortung im Umgang mit digitalen Inhalten. Besonders Kinder und Jugendliche sind gefährdet, auf Deepfakes hereinzufallen, da sie die technischen Möglichkeiten und Absichten dahinter oft schwer einschätzen können.

Ein besonderes Risiko besteht im Bereich der digitalen Kommunikation: Ältere Personen können mithilfe von KI-generierten Bildern oder Stimmen vorgeben, jemand ganz anderes zu sein – etwa sich als gleichaltrige Jugendliche ausgeben, um Kontakt zu jüngeren Menschen aufzubauen.

Schüler*innen und Lehrkräfte müssen daher unbedingt ihre Medienkompetenz stärken. Informationen und Fakten sollten stets kritisch geprüft werden. Außerdem ist es wichtig, dass Schüler*innen wissen, dass die Herstellung oder Verbreitung von Deepfakes, die anderen Personen schaden, strafbar ist.

Zwar gibt es inzwischen digitale Tools, die Deepfakes erkennen können, doch Studien zeigen, dass Menschen beim Erkennen solcher Manipulationen oft sogar besser abschneiden – insbesondere, wenn sie geschult sind und auf bestimmte Hinweise achten. Dies Hinweise könnten zum Beispiel aus dem Hintergrundwissen zu einer Person entstehen: Gibt es typische Gesten? Erfahrungen mit der Person usw.

Verwendete Literatur:

Walter, T. (2023, 22. November). Deepfakes – Wenn man Augen und Ohren nicht mehr trauen kann. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/542670/deepfakes-wenn-man-augen-und-ohren-nicht-mehr-trauen-kann/