KI für Schüler*innen oder nur ein nützliches Tool für Lehrkräfte?
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Chatverlauf mit ChatGPT am 09.09.2025 Ich: Ist KI für Schüler*innen geeignet oder nur ein nützliches Tool für Lehrkräfte? ChatGPT: KI ist sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrkräfte pädagogisch relevant – aber auf unterschiedliche Weise. Hier ein Überblick aus pädagogischer Perspektive: 1. Für Schülerinnen und SchülerIndividualisierung des Lernens Förderung von Selbstständigkeit Barrierefreiheit und Inklusion Motivation durch Interaktivität Medienkompetenz 2. Für LehrkräfteEntlastung bei Routineaufgaben Diagnose und Förderplanung Didaktische Vielfalt Reflexion und Weiterentwicklung Pädagogisches FazitKI ist kein exklusives Werkzeug für Lehrkräfte, sondern auch ein Lern- und Übungspartner für Schülerinnen und Schüler. Der zentrale pädagogische Mehrwert entsteht, wenn beide Seiten KI reflektiert und kritisch nutzen: Schülerinnen profitieren durch individuelles, inklusives und selbstbestimmtes Lernen. Lehrkräfte profitieren durch Entlastung, Diagnostik und didaktische Erweiterung. KI sollte daher als gemeinsame Lernressource verstanden werden, nicht als einseitiges Hilfsmittel. |
Was kann dem noch hinzugefügt werden? ChatGPT entwirft hier nach meiner Meinung ein sehr stimmiges Bild. Es lässt aber einen Punkt völlig außer Acht. Wir als Lehrkräfte benötigen digitale Kompetenzen und Fachwissen, um KI lernwirksam im Unterricht einsetzen zu können. Oft empfinden wir uns im Unterricht von den Schüler*innen abgehängt. Sie wirken sehr souverän im Umgang mit neuen Technologien. Leider verbirgt sich hinter der Nutzung von KI-Tools in den meisten Fällen auch gefährliches Halbwissen. Schüler*innen sind ohne Anleitung nicht in der Lage, die Antworten von ChatGPT zu überprüfen.
Die Demokratisierung des Wissens durch KI kann einen wichtigen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit leisten, birgt aber zugleich Risiken für die Stabilität demokratischer Systeme durch Deepfakes und für die Vermittlung von kulturellem Wissen. Kompetenzen wie argumentatives Schreiben, mathematische Grundfertigkeiten oder kritisches Denken dürfen nicht vernachlässigt werden. KI sollte daher nicht um ihrer selbst willen eingesetzt werden, sondern Lernende kognitiv herausfordern.
KI ist demnach ein Werkzeug, das den Unterricht sinnvoll ergänzen kann – etwa zur textlichen Vereinfachung, tutoriellen Unterstützung oder für individualisierte Übungsangebote. Sie darf jedoch nicht die Verantwortung der Lehrkraft ersetzen. Entscheidend ist die kritische Begleitung: KI soll Lernprozesse anregen, Reflexion fördern und selbstständiges Denken unterstützen, ohne dass grundlegende Kompetenzen verloren gehen.
KI im Unterricht ja – aber immer als kritisch begleitete Lernressource, nicht als Selbstzweck.
