KI Führerschein Lehrkräfte

So bitte nicht

ChatGPT ist ein praktisches Werkzeug, da es schnell Ergebnisse liefert. Gerade deshalb ist die Versuchung groß, Fragen direkt einzutippen – und sofort Antworten zu erhalten. Doch Vorsicht: ChatGPT nennt keine Quellen. Besonders bei aktuellen Themen greift die KI häufig auf veraltete Informationen zurück. Die Studierenden können so weder die Richtigkeit überprüfen, noch erkennen, ob wichtige Aspekte fehlen. Deshalb eignet sich ChatGPT nicht als Recherchetool.

Auch als Ersatz für die Arbeit von Lehrkräften taugt die KI nicht. Zwar kann sie im Unterricht nützlich sein, etwa für Übersetzungen oder zur Veranschaulichung von Beispielen, doch muss ihr Einsatz immer sinnvoll eingebunden werden. Ohne kritische Reflexion besteht die Gefahr, dass die Studierenden fehlerhafte oder voreingenommene Antworten übernehmen, ohne dies zu bemerken. Lehrkräfte sollten daher gezielt anleiten, die Ergebnisse zu hinterfragen.

Wichtig ist folgende Erkenntnis: ChatGPT ist nur ein Werkzeug – und Werkzeuge können sich irren.

Für die Unterrichtsvorbereitung kann KI durchaus hilfreich sein. Wer jedoch Texte oder Verlaufspläne unverändert übernimmt, erhält meist lebloses, wenig passendes Material. Alle Ideen und Vorschläge sollten überarbeitet und an die eigene Lerngruppe angepasst werden.

Auch bei Zusammenfassungen gilt, dass ChatGPT Inhalte häufig vereinfacht oder wichtige Aspekte weglässt. Solche Zusammenfassungen können ein erster Schritt sein, ersetzen jedoch nicht die Auseinandersetzung mit dem Originaltext.